Berichte - Archiv
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04.04.2009: Mitgliederversammlung der KJF in Michelstadt
Der demografische Wandel hat die Jugendfeuerwehren schneller eingeholt als gedacht. Dies lies sich dem Jahresbericht von Kreisjugendfeuerwehrwart Norbert Heinkel entnehmen. Allein im letzten Jahr ist die Mitgliederzahl von 840 auf 762 gesunken, 1996 bestanden die Jugendfeuerwehren noch aus über 1.000 Mitgliedern und dies bei einer geringeren Anzahl der Jugendwehren als zur Zeit. 85 Jugendliche wurden im letzten Jahr in die Einsatzabteilungen übergeben. Seit dem Jahr 1978 ergibt dies eine Gesamtzahl von 2.291 Übernahmen von den Jugendfeuerwehren zu den Einsatzabteilungen, die zur Zeit aus 2.350 Mitglieder bestehen.

Nach dem Jahresbericht des Kreisjugendfeuerwehrwartes ist in den nächsten Jahren ein hoher Übergabewert in die Einsatzabteilungen zu erwarten. Durch geburtenschwache Jahrgänge werden die Mitgliederzahlen in der Zukunft nicht rasant ansteigen. Auch aus diesem Grunde müssen vermehrt ausländische Mitglieder in die Jugendfeuerwehren aufgenommen werden. Zu diesem Thema wird es am Kreisjugendfeuerwehrtag in Michelstadt einen Workshop zur Kampagne „Unsere Welt ist bunt“ der Deutschen Jugendfeuerwehr geben. Laut Heinkel wurden für die Öffentlichkeitsarbeit weitere Materialien angeschafft, um die Arbeit in den Jugendfeuerwehren besser zu präsentieren.

Im vergangenen Jahr wurden 23.000 Stunden in die Jugendarbeit investiert. Hinzu kommen noch 1.100 Tage für Zeltlager und Fahrten. Dies sind zwar beachtliche Zahlen, aber es wird immer schwerer das zeitintensive Amt des Jugendfeuerwehrwartes/-in auszuüben. Vernachlässigt man jedoch seine Jugendfeuerwehr, dann sägt man den Ast ab, auf diesem man sitz, so Heinkel. Er schloss seinen Jahresbericht mit den Worten „Nur wer die Jugend hat, hat eine Zukunft“.

Die Aktionen der Kreisjugendfeuerwehr im Berichtsjahr präsentierte der stellv. Kreisjugendfeuerwehrwart Michael Estl mit Fotomaterial:

- Skifreizeit in Saalbach mit 23 Teilnehmern
- Uraufführung des Megazeltlagerfilms
- Aktionstag in Gelnhausen
- Kreisjugendfeuerwehrtag in Beerfelden
- Dreiländertreffen in Limbach-Laudenberg
- Schottlandfahrt
- Fotowettbewerb Ehrenamt
- Betreuerabend in Pfirschbach
- Treffen der Jugendsprecher
- Gründung der Minifeuerwehren Höchst und Reichelsheim
- Minifeuerwehrolympiade in Michelstadt
- Gründung der Jugendfeuerwehr Bullau/Dorf-Erbach
- Fortbildung Bundeswettbewerb und Leistungsspange
- Seminar Öffentlichkeitsarbeit und Mitgliedergewinnung in Marburg-Cappel
- Mädchenseminar in Scharbach
- Bundeswettbewerb in Lützelbach
- Landesentscheid Bundeswettbewerb
- Südhessenpokal
- Leitungsspangenabnahme in Wolfskehlen
- Premiere des Kinotrailers der Kreisjugendfeuerwehr

Der Rechner der Kreisjugendfeuerwehr Stephan Thomasberger trug den Kassenbericht für das vergangene Jahr vor und erläuterte den Haushaltsplan.

In die Kreisjugendfeuerwehrleitung wurden folgende Personen neu gewählt:

- Fachbereichsleiter Organisation: Benjamin Götz
- Fachbereichsleiter Minifeuerwehr: Andreas Brunner
- Fachbereichsleiter Seminare & Werbemittel: Klaus Semek
- Jugendsprecher: Karsten Ripper

Ebenfalls einstimmig wurden Johannes Allmann und Sandra Albert in das Amt des Kassenprüfers/- der Kassenprüferin gewählt.

Kreisjugendfeuerwehrwart Norbert Heinkel überreichte der Jugendfeuerwehr Beerfelden ein Präsent und eine Urkunde für die meisten Neueintritte im vergangenen Jahr. Der ehemalige Bürgermeister der Gemeinde Reichelsheim, Gerd Lode wurde mit der Ehrenmedaille der Jugendfeuerwehr Odenwaldkreis ausgezeichnet.

Viel Lob und Anerkennung sprachen die Gäste bei den Grußworten aus. Bundestagsabgeordnete Patricia Lips überreichte eine Geldspende. Ebenfalls eine Geldspende wurde im Auftrag der Sparkassenversicherung von Landtagsabgeordnetem und Kreisbeigeordnetem Dr. Michael Reuter überbracht. Der stellvertretende Landesjugendfeuerwehrwart Michael Kittel sprach den Mitgliederrückgang an, der nicht nur den Odenwaldkreis betrifft. Dank gab es vor allem für die neuen Mitglieder der Kreisjugendfeuerwehrleitung von Kreisbrandinspektor Horst Friedrich. Zum Abschluss der Grußworte sprach Manuel Feick in Vertretung der Südhessenmafia und überbrachte Grüße von den südhessischen Jugendfeuerwehren.

Leider konnte die Ausrichtung des Kreisjugendfeuerwehrtages 2010 nicht vergeben werden, da keine Bewerbungen vorlagen. Auf Antrag der Jugendfeuerwehren aus Höchst und Mümling-Grumbach wurde der Kreisjugendfeuerwehrtag 2011 einstimmig an die beiden Jugendfeuerwehren vergeben, die den Kreisjugendfeuerwehrtag gemeinsam ausrichten werden.
Odenwaldkreis. Jugendfeuerwehren fehlt Nachwuchs

Mit der Feststellung, dass die demografische Entwicklung die Jugendfeuerwehren einhole, wies der Jugendfeuerwehrwart für den Odenwaldkreis, Norbert Heinkel (Erbach), nun auf die zunehmende Ausdünnung in den Staffeln des Brandschutz-Nachwuchses hin. Beim Kreisjugendfeuerwehrtag in Michelstadt rief er die Verantwortlichen im Kreis und vor Ort auf, neue Wege zu suchen und zu finden, um Kinder und Jugendliche für den Brandschutz zu interessieren. Wie der Kreisjugendfeuerwehrwart in Erinnerung rief, lag die Mitgliederzahl zu den besten Zeiten um 1996 einmal bei 1041 Jugendlichen. Derzeit gibt es im Odenwaldkreis von 62 Jugendfeuerwehren mit 762 Nachwuchsbrandschützern.

Quelle: www.echo-online.de gg 7.4.2009
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